Die US-Regierung erlässt ab dieser Woche ein Verbot neuer im Ausland hergestellter Drohnen, ein Schritt, der auf Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit zurückzuführen ist. Die Federal Communications Commission (FCC) hat ihre „Covered List“ aktualisiert, um alle außerhalb des Landes hergestellten Drohnentechnologien und -komponenten einzubeziehen. Während bestehende Drohnenbesitzer nicht betroffen sind, wird der Neuverkauf von im Ausland hergestellten Modellen verboten.
Warum das wichtig ist
Die FCC behauptet, dass ein unregulierter Drohnenzugang es Kriminellen, ausländischen Gegnern und Terrorgruppen ermöglichen könnte, Schwachstellen im US-Luftraum auszunutzen. Die Entscheidung spiegelt wachsende geopolitische Spannungen und den Wunsch wider, kritische Infrastrukturen zu kontrollieren, da Drohnen für Spionage, Sabotage und sogar physische Angriffe eingesetzt werden können. Die Richtlinie ist auch als eine Möglichkeit konzipiert, die inländische Drohnenproduktion anzukurbeln.
Wichtige Punkte
- Das Verbot: Alle im Ausland hergestellten neuen Drohnen sind nun effektiv vom US-Markt ausgeschlossen.
- Begründung der nationalen Sicherheit: Beamte führen die Gefahr eines Missbrauchs durch feindliche Akteure an, konkrete Beweise werden jedoch nicht bekannt gegeben.
- Auswirkungen auf DJI: Es wird erwartet, dass die Regelung schwerwiegende Auswirkungen auf DJI haben wird, den dominierenden globalen Drohnenhersteller, der bei US-Verbrauchern beliebt ist.
- Antwort der Branche: DJI zeigte sich enttäuscht und argumentierte, seine Produkte seien sicher und seien von US-Behörden überprüft worden.
FCC-Haltung
Der Vorsitzende Brendan Carr lobte den Schritt und erklärte, dass die FCC „eng mit US-Drohnenherstellern zusammenarbeiten wird, um die amerikanische Drohnendominanz freizusetzen“. Dies deutet darauf hin, dass es bei dem Verbot nicht nur um Sicherheit geht, sondern auch um wirtschaftlichen Protektionismus, der inländische Drohnenunternehmen gegenüber ausländischen Konkurrenten begünstigt.
Langfristige Auswirkungen
Die Richtlinie wirft die Frage auf, ob die Vorteile einer erhöhten Sicherheit die Nachteile eines eingeschränkten Wettbewerbs und potenzieller Unterbrechungen der Lieferkette überwiegen. Die FCC hat keine konkreten Angaben dazu gemacht, wie sie das Verbot durchsetzen wird oder welche Kriterien zur Bewertung künftiger Drohnentechnologien herangezogen werden.
Die Entscheidung der US-Regierung spiegelt einen breiteren Trend hin zu einer strengeren Kontrolle über Technologien wider, die als ein Risiko für die nationale Sicherheit angesehen werden, auch wenn diese Risiken weiterhin spekulativ sind. Das Verbot könnte die Entwicklung inländischer Drohnenindustrien beschleunigen, könnte aber auch die Auswahl und Innovation der Verbraucher einschränken.













































