Testbericht zum Moto G Power (2026): Die Akkulaufzeit glänzt, aber der Fortschritt fühlt sich langsam an

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Das Moto G Power 2026 bietet für 300 US-Dollar ein elegantes Design und eine beeindruckende Akkulaufzeit, bietet aber keine sinnvollen Verbesserungen gegenüber seinen günstigeren Gegenstücken. Während das Telefon nach wie vor eine gute Wahl für preisbewusste Verbraucher ist, wirft die Entscheidung von Motorola, auf das kabellose Laden zu verzichten und gleichzeitig einen älteren Prozessor beizubehalten, Fragen zu seinem Wertversprechen auf.

Design- und Verarbeitungsqualität

Das Moto G Power zeichnet sich durch seine erstklassige Ästhetik aus. Die Rückseite aus veganem Pantone-Kaschmirleder und die champagnerfarbenen Metallseiten verleihen dem Telefon einen edlen Look, der in dieser Preisklasse selten zu finden ist. Diese Designwahl stellt eine willkommene Abkehr von typischen Kunststoffkonstruktionen dar, auch wenn der Wegfall des kabellosen Ladens – eine Funktion, die in früheren Modellen verfügbar war – wie ein Rückschritt wirkt.

Leistung: Im Leerlauf steckengeblieben

Die Entscheidung von Motorola, denselben Prozessor wie das Vorjahresmodell und sogar das 200-Dollar-Moto G zu verwenden, ist der größte Nachteil des Telefons. Obwohl das Gerät über 8 GB RAM verfügt, hat es Probleme mit grundlegendem Multitasking, sodass Benutzer die RAM-Boost-Funktion von Motorola aktivieren müssen, um Trägheit zu vermeiden. Benchmark-Tests bestätigen dies: Das MediaTek Dimensity 6300 schneidet ähnlich ab wie das günstigere Moto G Play und macht den Preisunterschied von 100 US-Dollar zunichte.

Warum das wichtig ist: In einem überfüllten Markt erwarten Verbraucher mit jeder Generation schrittweise Verbesserungen. Der Mangel an Leistungssteigerungen macht es schwieriger, den höheren Preis zu rechtfertigen.

Akkulaufzeit und Anzeige

Das herausragende Merkmal ist der 5.200-mAh-Akku. Das Moto G Power hält bei mäßiger Nutzung locker zwei Tage durch, ein deutlicher Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Das 6,8-Zoll-1080p-Display mit einer Bildwiederholfrequenz von 120 Hz sorgt für flüssige Bilder, obwohl die Farben nicht besonders lebendig sind. Das Telefon unterstützt kabelgebundenes Laden mit 30 Watt und erreicht in 30 Minuten 56 %.

Kameras: Funktional, nicht beeindruckend

Das Kamera-Setup – ein 50-Megapixel-Hauptobjektiv gepaart mit einem 8-Megapixel-Ultraweitwinkelobjektiv – ist identisch mit dem Vorjahresmodell. Tagesfotos sind anständig, bei schlechten Lichtverhältnissen leidet die Leistung jedoch unter Unschärfe. Die 32-Megapixel-Frontkamera produziert geglättete Selfies, denen es an Details mangelt. Für den gelegentlichen Gebrauch sind die Kameras zwar ausreichend, aber diejenigen, die qualitativ hochwertige Fotografie suchen, werden sie nicht zufriedenstellen.

Software-Updates und Support

Das Moto G Power bietet zwei Jahre Software-Updates und drei Jahre Sicherheitspatches, was in dieser Preisklasse Standard ist, aber hinter der sechsjährigen Verpflichtung von Samsung für seine Budget-Modelle zurückbleibt. Diese eingeschränkte Unterstützung kann Benutzer betreffen, die das Gerät langfristig behalten möchten.

Lohnt sich das Upgrade?

Das Moto G Power 2026 ist ein preisgünstiges Telefon mit starker Akkulaufzeit und attraktivem Design. Das Fehlen sinnvoller Leistungsverbesserungen und der Wegfall des kabellosen Ladens machen es jedoch für Besitzer früherer Modelle zu einem fragwürdigen Upgrade. Wenn Sie Wert auf Langlebigkeit legen und nicht die neuesten Funktionen benötigen, ist es eine gute Wahl. Aber für 300 US-Dollar finden Verbraucher möglicherweise ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bei Konkurrenzgeräten mit schnelleren Prozessoren oder längerem Software-Support.

Fazit: Das Moto G Power (2026) ist ein solides, aber nicht bahnbrechendes Budget-Telefon. Seinen Stärken – Akkulaufzeit und Design – stehen stagnierende Leistung und fragwürdige Auslassungen gegenüber.