Microsoft führt nach weit verbreiteten Abschalt- und Anmeldefehlern dringende Windows 11-Korrekturen durch

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Microsoft hat dringende Korrekturen für Windows 11 bereitgestellt, nachdem Anfang dieses Monats ein fehlerhaftes Sicherheitsupdate veröffentlicht wurde, das dazu führte, dass einige Computer nicht ordnungsgemäß heruntergefahren werden konnten und gleichzeitig Anmelde- und Anwendungsabstürze verursachten. Die Probleme betreffen Millionen von Benutzern weltweit und verdeutlichen die Risiken, die mit schnellen Software-Updates verbunden sind.

Fehler beim Herunterfahren und Ruhezustand

Das Kernproblem rührte von einem Sicherheitspatch vom 11. Januar her, der einige Windows 11-Systeme (Version 23H2) zu einem unerwarteten Neustart zwang, anstatt sie auszuschalten oder in den Ruhezustand zu versetzen. Dies stellt eine erhebliche Störung dar, da Benutzer dadurch daran gehindert werden, Geräte vollständig auszuschalten, um Energie zu sparen oder Hardwareprobleme zu beheben.

Remotedesktop- und Outlook-Fehler

Abgesehen von den Problemen beim Herunterfahren wurden durch dasselbe Update auch Remotedesktopverbindungen sowohl für Windows 11 als auch für einige Windows 10-Versionen unterbrochen. Noch kritischer war, dass es bei Microsoft Outlook zu weit verbreiteten Abstürzen kam, die eine viel breitere Benutzerbasis betrafen. Während am 17. Januar Korrekturen für die Probleme beim Herunterfahren und Anmelden eingeführt wurden, wurde noch keine Lösung für die Outlook-Abstürze veröffentlicht.

Das Ende des Windows 10-Supports: Ein wachsendes Risiko

Diese Probleme treten zu einem Zeitpunkt auf, an dem Microsoft den Support für Windows 10, seinen Vorgänger, offiziell eingestellt hat. Seit Juli letzten Jahres erhält Windows 10 keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr, was die rund 40 % der aktiven Benutzer weltweit deutlich anfälliger für Cyberangriffe macht.

„Microsoft wird keine Sicherheits- und Funktionsupdates und keinen technischen Support mehr für Windows 10-PCs bereitstellen“, erklärte Microsoft-Manager Yusuf Mehdi.

Trotz dieser Warnung verwenden Millionen weiterhin das veraltete Betriebssystem, was ihre Gefährdung durch Malware und Viren erhöht. Verbraucherschützer wie Which? haben gewarnt, dass das Verweilen unter Windows 10 dem unverschlossenen Verlassen der digitalen Tür gleichkommt.

Kostenpflichtige Sicherheitserweiterung für Windows 10-Benutzer

Um dieses Risiko zu mindern, bietet Microsoft ein kostenpflichtiges erweitertes Sicherheitsprogramm für Windows 10-Benutzer an, die nicht sofort ein Upgrade durchführen können. Allerdings ist dieses Programm nur vorübergehend und der Support endet im Oktober 2024. Dadurch entsteht für Millionen von Menschen ein Zeitdruck, der entweder ein Upgrade durchführt oder das Risiko größerer Sicherheitslücken eingeht.

Die schnelle Einführung fehlerhafter Updates und das letztendliche Ende des Supports für Windows 10 verdeutlichen die Kompromisse zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit. Benutzer verlassen sich zunehmend auf die Fähigkeit von Microsoft, zeitnahe und stabile Updates bereitzustellen, müssen sich aber auch mit den Konsequenzen auseinandersetzen, wenn sie bei nicht unterstützter Software bleiben.