Die Illusion der Beruhigung: Die Krise im Zeitalter von Trump ignorieren

15

Dass Präsident Trump die Bedenken hinsichtlich des Klimawandels am Donnerstag zurückwies – er stellte sich praktisch auf die Seite der Industrieinteressen, indem er die Umweltvorschriften schwächte – ist Teil eines umfassenderen Musters: einer unermüdlichen Kampagne, um die Besorgnis der Öffentlichkeit zu entmutigen, selbst wenn die realen Gefahren eskalieren. Als er auf die Risiken eines sich erwärmenden Planeten bedrängt wurde, antwortete er unverblümt: „Ich sage ihnen, dass sie sich darüber keine Sorgen machen sollen.“

Dieses Gefühl, das sich in mehreren Krisen wiederholt, spiegelt eine bewusste Strategie wider, die Verleugnung zu normalisieren und die Aufmerksamkeit von systemischen Fehlern abzulenken. Die Regierung hat die Sprache sogar zu einer Waffe gemacht und diejenigen, die Alarm schlagen, als „Paniker“ bezeichnet – ein Begriff, der berechtigte Bedenken lächerlich machen soll.

Das Muster der Entlassung

Das Muster reicht weit über den Klimawandel hinaus. Nach den Enthüllungen über die Verbrechen von Jeffrey Epstein forderten Persönlichkeiten wie Pam Bondi die Öffentlichkeit dazu auf, Machtmissbrauch zu ignorieren und sich stattdessen auf oberflächliche wirtschaftliche Gewinne zu konzentrieren („Siehe die Schönheit des steigenden Dow Jones“). Ebenso werden ethische Verstöße innerhalb der Trump-Familie und der zunehmende Einfluss wohlhabender Eliten achselzuckend abgetan. Selbst offensichtliche Versuche, demokratische Prozesse zu untergraben – wie etwa die Drohungen des Präsidenten, die Wahlen in Bundesstaaten einseitig zu kontrollieren – stoßen bei den Machthabern auf Gleichgültigkeit.

Die Rolle der Technologie und der Elite

Die finanzielle Unterstützung der Verwaltung durch Silicon Valley erschwert die Sache zusätzlich. Mit dem Aufstieg der künstlichen Intelligenz, einer Technologie mit potenziell katastrophalen Auswirkungen, werden Schutzmaßnahmen zugunsten einer ungebremsten Entwicklung außer Acht gelassen. Dieses Muster, kurzfristige Gewinne vor langfristigen Risiken zu priorisieren, ist nicht neu, hat sich jedoch unter Trumps Führung aggressiv normalisiert.

Hier geht es nicht nur um politische Manöver; Es geht um die systematische Aushöhlung der Rechenschaftspflicht und die bewusste Kultivierung öffentlicher Apathie angesichts zunehmender Krisen.

Die konsequente Botschaft – „Keine Sorge“ – soll die Bevölkerung beruhigen, während die Machthaber weiterhin Wohlstand und Kontrolle festigen. Das Ergebnis ist eine zunehmende Diskrepanz zwischen der Realität und dem Narrativ der Staats- und Regierungschefs, was die Bürger anfälliger für immer schwerwiegendere Folgen macht.

Diese bewusste Ablehnung der öffentlichen Besorgnis stellt einen gefährlichen Trend dar: einen aktiven Versuch, kritisches Denken zu untergraben und berechtigte Ängste angesichts existenzieller Bedrohungen zu unterdrücken.